Barrierefreiheit ist ein Garant für Lebensqualität

»Urlaub ohne Barrieren ist keine Utopie!“

Es geht nicht nur um Barrieren. Es geht um Lebensqualität.

Das war die Botschaft der am 20.07.20200 stattgefundenen Veranstaltung im Bürgerhaus in Bühl (LK Rastatt). Das Thema geht uns alle an, denn der Anteil der mobilitätseingeschränkten älteren Bürgerinnen und Bürger nimmt zu. Und genau hier kommen Barrieren ins Spiel: Barrieren in Form von unzugänglichen Einrichtungen, Dienstleistungen oder anderen Angeboten sowie fehlende Informationen über die Zugänglichkeit in heimischen und fremden Ländern und Reisezielen. Damit sich ältere Menschen sicher und selbstständig fortbewegen können, müssen wir dafür sorgen, dass ihre Mobilität im öffentlichen Raum, z. B. in Gebäuden und in Verkehrssystemen, nicht behindert wird. Der Landesverband Selbsthilfe Körperbehinderter Baden-Württemberg e. V., eine Organisation, die sich für Menschen mit Behinderungen einsetzt, hat sich gegen diese Barrieren gestellt. Seit April 2021 stehen erfahrene Experten zur Verfügung, die ehrenamtlich dabei helfen, öffentliche Gebäude wie Rathäuser, Schulen und Theater barrierefrei zu gestalten, indem sie Barrieren für Menschen mit Behinderungen erkennen und beseitigen. Auch Sportstätten und Schwimmbäder werden mithilfe dieser Experten barrierefrei. Oder im öffentlichen Nahverkehr – zum Beispiel bei der Neugestaltung von Bushaltestellen – sensibilisieren die Experten für Barrieren und beraten bei Bauprojekten – am besten schon im Vorfeld, damit bei den ersten Verbesserungen gespart werden kann, bevor später weitere Arbeiten anfallen!

Als Urlauber haben Sie Ihre eigenen Bedürfnisse und Wünsche. Sie wollen Zeit mit Ihrer Familie oder Ihren Freunden verbringen und Spaß im Urlaub haben. Das Gleiche gilt für Menschen mit Behinderungen: Auch sie müssen ihren Urlaub ohne Barrieren genießen können. Ob Hilfe beim morgendlichen Aufstehen oder beim Anziehen von Stützstrümpfen, ob Hilfe bei der Toilette und anderen Mobilitätsproblemen während des Tages – es gibt viele Möglichkeiten, den Urlaub für Menschen mit Behinderungen zu erleichtern.

»Urlaub ohne Barrieren ist keine Utopie« – BNN, 22.07.2022, Katrin König-Derki

Das Ziel ist es, Menschen mit Behinderungen jeden Urlaub zu ermöglichen. Angesichts dessen haben wir curae.me entwickelt. Mit unserer Software können Sie die Bedürfnisse Ihres Angehörigen angeben und dann einen deutschsprachigen Dienstleister an Ihrem Zielort finden, der diese Bedürfnisse für Sie erfüllt – wie ein ambulanter Pflegedienst vor Ort. In Deutschland ausgebildete Pflegekräfte kümmern sich am Strand, in den Bergen oder in einem Weinanbaugebiet um das Wohlbefinden des Kunden. Das ist kein unmöglicher Traum mehr: Endlich kann man dem Alltag entfliehen, ohne seine Liebsten zurückzulassen.

Für viele Menschen ist ein Urlaub eine Chance, den Alltag hinter sich zu lassen und sich auf neue Erfahrungen zu konzentrieren. Für Menschen, die an den Rollstuhl angewiesen sind oder pflegebedürftig sind, kann dies jedoch alles andere als eine einfache Aufgabe sein. In vielen Unterkünften fehlt es an den notwendigen Zugänglichkeitsmerkmalen, die es einem Rollstuhlfahrer ermöglichen, seinen Aufenthalt zu genießen. Dies führt dazu, dass viele Rollstuhlfahrer die Möglichkeit verpassen, neue Orte zu erkunden und neue Erfahrungen zu machen.

Demzufolge hat die Schwarzwald Tourismus GmbH das Zertifizierungssystem vom DSFT (Deutsches Seminar für Tourismus aus Berlin) im Schwarzwald eingeführt. Von speziell ausgebildeten „Erhebern“ erstellte Prüfberichte, ermöglicht es Hotels, Restaurants, Museen und andere Unternehmen, sich als barrierefrei zertifizieren zu lassen, sodass sie Menschen mit Behinderungen aufnehmen können. Die Kennzeichnung kann dann in diesen Betrieben angebracht werden, damit Menschen mit Behinderungen wissen, dass sie Zugang zu den Dienstleistungen haben werden.

Dieses Kennzeichnungssystem ist nicht nur für Menschen mit Behinderungen nützlich, sondern auch für Menschen mit anderen Einschränkungen und ohne Behinderungen, die aufgrund ihres Alters oder einer Verletzung Mobilitätsproblemen haben. Die Informationen auf jedem Etikett machen deutlich, welche Einrichtungen an einem bestimmten Ort zur Verfügung stehen, sodass sich jeder auf seiner Reise wohlfühlen kann.

Barrierefreiheit ist nicht nur eine soziale Frage. Sie ist eine Frage der Sicherheit, der Gleichheit und des Wirtschaftswachstums. Sie ist für 10 % der Bevölkerung dringend notwendig, für 35 % hilfreich und für 100 % der Bevölkerung sehr bequem. Förderung der Zugänglichkeit im öffentlichen Raum und in touristischen Gebieten. Die Pflege auch am Urlaubsort kann in Zukunft eine entscheidende Rolle spielen. Die Tourismusregionen, die künftig »Reisen für alle« mit Pflege ermöglichen, werden einen wirtschaftlichen und sozialen Aufschwung erleben.

Aleksandar Bajic, Ludwigsburg, den 22.07.2022

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